Rheumawelt

 

Rheuma – Was ist das?

Willkommen beim Service Center Rheumawelt! Hier finden Sie Informationen zum Thema Rheuma: über Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis, deren Ursachen, Diagnose und Therapiemöglichkeiten sowie viele Tipps (zu Ernährung, Alltag etc.). Über unsere kostenlose Hotline können Sie einen Arzt befragen oder im Expertenrat Ihre Frage online einstellen.

Rheuma: Ein Begriff – über 400 Erkrankungen!

Rheuma ist nicht gleich Rheuma: Hinter diesem Begriff verbergen sich viele Krankheiten, die prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten können. Mithilfe einer frühzeitigen Diagnostik und Behandlungsplanung durch einen rheumatologisch erfahrenen Facharzt lässt sich der Krankheitsverlauf meist positiv beeinflussen.

Rheumatische Erkrankungen umfassen Krankheiten des Bewegungsapparates, die mit Schmerzen und Bewegungseinschränkung einhergehen können, so die Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zum Bewegungsapparat zählen die Wirbelsäule, Knochen, Gelenke und die sie umgebenden Weichteile, wie z.B. die Muskulatur und die Sehnen. Bei einem Teil der Erkrankungen besteht die Gefahr, dass weitere Organe (u.a. Herz, Lunge, Niere, Auge) erkranken.

In allen Altersgruppen – vom Kind bis zum älteren Menschen – können rheumatische Erkrankungen auftreten. Die Ursachen für ihre Entstehung sind vielfältig, zu einem Teil noch unbekannt. Das Erscheinungsbild der verschiedenen Krankheiten gestaltet sich deshalb sehr bunt. Anhand ihrer unterschiedlichen Genese lassen sich rheumatische Erkrankungen vier Hauptgruppen zuordnen, die im Folgenden beschrieben sind.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen

Den entzündlichen-rheumatischen Erkrankungen liegt eine Entzündung – vielfach der Gelenke – zugrunde, ursächlich ist häufig eine Fehlreaktion des Immunsystems. Des Weiteren spielen bei der Krankheitsentstehung neben einer individuellen angeborenen Veranlagung (genetische Prädisposition) äußere und innere Faktoren eine Rolle wie Entzündungen durch bestimmte Erreger oder psychische Belastungen.

Zu den entzündlich rheumatischen Erkrankungen gehören:

  • Rheumatoide Arthritis (RA, auch chronische Polyarthritis)
  • Spondylarthropathien (u.a. Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis)
  • Kollagenosen (Entzündungen des Bindegewebes) und Immunvaskulitiden (Gefäßentzündungen), z.B. Lupus erythematodes, Sklerodermie, Arteriitis temporalis etc.
  • Juvenile Arthritiden (entzündliche rheumatische Erkrankung unbekannter Ursache im Kindes- und Jugendalter, z.B. Juvenile idiopathische Arthritis)

 

Degenerative rheumatische Erkrankungen

Erkrankungen, die durch einen Gelenkverschleiß entstehen, gehören zu den degenerativen rheumatischen Erkrankungen. Ursächlich sind beispielsweise Fehl- oder Überbelastung, Alterung, Bewegungsmangel und Übergewicht. Individuelle Voraussetzungen wie eine angeborene Veranlagung spielen auch hier eine Rolle.

Ein bekannter Vertreter der degenerativen rheumatischen Erkrankungen ist die Arthrose (Verschleißrheuma, oft als Hüft- oder Kniegelenksarthrose).

Rheumatische Erkrankungen der Weichteile

Diese Form betrifft die Weichteile des Bewegungsapparates. Verschiedene Krankheitsbilder mit Symptomen wie Schmerzen im Bereich von Muskulatur und Sehnen, vermehrter Erschöpfbarkeit oder verminderter Belastbarkeit zählen dazu. Die bei uns am weitesten verbreitete weichteilrheumatische Erkrankung ist die Fibromyalgie.

Stoffwechselstörungen, die mit rheumatischen Beschwerden einhergehen

Eine häufige Stoffwechselstörung, die mit rheumatischen Beschwerden einhergeht ist in unseren Breiten die Gicht, der eine anlage- und ernährungsbedingte Störung des Harnsäurestoffwechsels zu Grunde liegt.

Auf Grund der sehr vielfältigen Erscheinungsformen ist eine sorgfältige Diagnostik und Behandlungsplanung der rheumatischen Erkrankungen durch einen rheumatologisch erfahrenen Facharzt empfehlenswert. Durch eine möglichst frühe Diagnose und einen raschen Beginn einer Therapie entsprechend den neuesten Erkenntnissen lässt sich der Krankheitsverlauf in der Mehrzahl der Fälle positiv beeinflussen. So können bei den Betroffenen Schmerzen gelindert, die Beweglichkeit verbessert sowie der fortschreitende Krankheitsprozess aufgehalten oder sogar gehemmt werden. Zur Behandlung stehen Medikamente, Krankengymnastik und psychologische Therapieformen zur Verfügung.